Jahreshauptversammlung - 25.01.2009

 

Nur geringfügige Änderungen gab es bei den Neuwahlen des Vorstandes und Verwaltungsrates des Musikvereins 1894 e.V., nachdem fast alle bisherigen Mandatsträger sich für eine Wiederwahl zur Verfügung gestellt hatten.

 

Eingestimmt wurden die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung im Clubhaus der Sportgemeinschaft mit musikalischen Weisen der Musikkapelle unter der Leitung des Dirigenten Heinrich Götz. Unter den Klängen „vom guten Kameraden“ wurde den fünf im vergangenen Jahr verstorbenen Mitgliedern gedacht.


Schriftführer Rainer Konrad brachte mit dem Verlesen des ausführlichen Protokolls die letztjährige Jahreshauptversammlung in Erinnerung. Er erklärte, dass er nach neun Jahren aus beruflichen Gründen nicht mehr das Amt des Schriftführers ausüben könne und daher für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung stehe. Sein Beruf lasse es nicht mehr zu, die vielfältige Schriftführertätigkeit gewissenhaft auszuüben.


Als Höhepunkte der Aktivitäten des Musikvereins nannte die erste Vorsitzende Bianca Tagscherer die legendäre Faschingsveranstaltung, das Frühjahrskonzert, das Schlachtfest und die Winterfeier, welche alle regen Zuspruch gefunden hatten. Sie dankte allen, die den Musikverein bei seinen Festen unterstützt haben. Die Musikkapelle konnte ab September durch eine Jugendgruppe (ein männlicher und acht weibliche Musiker) verstärkt werden, so dass derzeit der Seniorenkapelle 48 männliche und 35 weibliche Musiker angehören, berichtete Dirigent Heinrich Götz. Zwei ältere Musiker haben im vergangenen Jahr den Anschluss beim Musikverein gesucht und gefunden. Was sich jedoch am Anfang als positiv darstellte, habe sich später als Flop erwiesen. Fünf Musiker haben ihre aktive Laufbahn beendet, so Götz. Insgesamt absolvierte die Musikkapelle 47 Gesamtproben und 28 Donnerstagsproben, sowie 27 öffentliche Auftritte und fünf Beerdigungsspielen. Als erfolgreich bezeichnete Götz das Probenwochenende in Bernau im Schwarzwald. Nur ein Mal gefehlt haben bei den Auftritten Angelika Holzwarth und Reiner Hartl. Die besten Probebesucher waren Isabell Götz und Karl Himmelhan.
Ein positives Zahlenwerk legte Kassier Willi Tagscherer vor. Derzeit zähle der Musikverein 598 Mitglieder (294 weibliche und 304 männliche), davon sind 493 passive Mitglieder.


Bürgermeister-Stellvertreter Kurt Lenz, der die Entlastung und die Wahlleitung vornahm, überbrachte die Grüße des Bürgermeisters und des Gemeinderates und bedankte sich bei den Verantwortlichen für ihre erfolgreiche Arbeit. Lenz lobte die vorbildliche und erfolgreiche Jugendarbeit, die im Verein betrieben werde. Deshalb sehe er den Fortbestand der Musikkapelle nicht gefährdet. Erfreut stellte Lenz fest, dass Waibstadt kein Problem bei der Übernahme von ehrenamtlichen Tätigkeiten habe. Die Stadt könne sich glücklich schätzen auf Vereine zurückgreifen zu können, die das kulturelle Leben bereichern.


Die per Akklamation durchgeführten Neuwahlen brachten ohne Gegenstimmen und Enthaltungen folgendes Ergebnis:

1. Vorsitzende Bianca Tagscherer, 2. Vorsitzender Thomas K. Eckert, Jugendleiter Michael Tschimmel, stellvertretende Jugendleiterin Nicole Zipperer, Kassier Willi Tagscherer, Schriftführer Frank Wittmann (neu), Beisitzer der aktiven Mitglieder Rainer Götz, Tobias Bayer (neu), Florian Böhm (neu), Jennifer Götz (neu), Beisitzer der passiven Mitglieder Hans Lott, Karlheinz Rieser, Brigitte Götz, Peter Betz (neu), Kassenprüfer Walter Euchner und Reinhard Schäfer.


„Dass die Wahlen so glatt über die Bühne gingen, war im Vorfeld nicht klar, denn es war schwierig gewesen Mitglieder für die Übernahme einer Funktion zu übernehmen“, sagte der zweite Vorsitzende Thomas K. Eckert. „Wenn jeder sagt, er hat keine Zeit, dann kann kein Verein existieren.“ Eckert informierte noch, dass im nächsten Jahr ein Antrag auf Erhöhung des Mitgliedsbeitrages vorgelegt werde. Derzeit beträgt der Mitgliedsbeitrag für eine Einzelperson 10 Euro, für Familien 15 Euro.


Dirigent Götz kritisierte die Änderung der Beerdigungszeit während der Winterzeit von 13.15 Uhr auf 14 Uhr. Diese Zeit sei schwierig für Vereine bei Beerdigungen zu spielen.

 

Text: Adam Jäger